We are specialized!

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Montag, 13. März 2017

Mallorca Tag 10: Abschlusstour und erschwerte Ausreise





Wie schnell die Zeit vergeht - heute ist schon der letzte Trainingstag auf Mallorca. Diesen nutzten wir für die Klassiker-Tour zum Cap Formentor als Abschluss des Trainingslagers. Diese Tour führt zum nord-östlichsten Punkt der Insel. Landschaftlich einmalig: Blick auf türkisblaue Buchten, Kiefernwälder wie in Kanada, bizarre Felsformationen und sehr viele Ziegen. Diese sind am Endpunkt - dem Leuchtturm am Cap - zudem sehr zahm. Wir gehen davon aus, dass die Ziegen dort schon einige Energieriegel verzehrt haben und deswegen die Radfahrer symphatisieren. Nach dem obligatorischen Schnappschuss (oder auch mehreren) ging die Fahrt zurück nach Alcudia.



Schließlich stand noch der nervige Weg zum Radverleih bevor, um die Mieträder in ihre Basisstation zurückzubringen. Zum Glück konnte der Rückmarsch dann am Strand erfolgen, wo wir die letzten Meer,- Sand- und Inseleindrücke sammelten.


Nach einem ausgiebiegen Nachmittagssnack im Steakhouse - wir mussten notgedrungen fast 10 Tage auf Fleisch verzichten, weil die das im Hotel nicht so richtig hinbekommen haben - shuttelte uns ein Bus Richtung Flughafen. Die Ausreise gestaltete sich nicht so einfach: Die Radmitnahme war in den Rückreiseunterlagen seltsamerweise nicht mehr vermerkt, sodass wir es irgendwie in einem Mix aus deutsch-spanisch-englisch zur Beförderung nachmelden mussten. Dann fehlte noch ein Ticket - scheinbar wollte Mallorca uns nicht gehen lassen!

Gerne wären wir noch länger geblieben - zehn Tage lang haben wir fast keine Wolke zu Gesicht bekommen und konnten Temperaturen weit jenseits der 20 Grad genießen. Das Training war hart und intensiv, aber auch sehr effektiv. Es macht einfach nur Freude, 10 Tage lang das tun zu dürfen, was man liebt. Eat, train, sleep, repeat!

Daten des Trainingslagers:
31 Stunden
596 Kilometer
9635 Höhenmeter

In diesem Sinne: Keep on riding,
Vanessa

Shopping-Queen-Mottos zum Abschluss:
"Schicht um Schicht - versuche kein Übergepäck zu produzieren und style dich im Lagenlook."
"Temperatursturz - halte Klamotten für Temperaturveränderungen von rund 20 Grad bereit."




 

Samstag, 11. März 2017

Mallorca Tag 9: Road to Betlèm

Den vorletzten Trainingstag auf der Sonneninsel nutzten wir, um unbekanntes Gebiet zu erkunden. Wir hatten die letzten Tage den Vorzug einer Abfahrt vor 10 Uhr erkannt und erkoren nun 9:50 Uhr als Abfahrtszeit aus. So war der Radkeller noch menschenleer und auch die ganzen Tourengruppen hatten ihre Räder noch nicht gesattelt. Auf dem Weg Richtung Can Picafort legten wir noch einen kurzen Abstecher beim Specialized Radhändler ein und bewunderten dessen Verkaufsobjekte, die teilweise Sondereditionen und nur ganz selten erhältlich waren. Ein kurzes Foto mit Peter Sagan und weiter ging die Tour in Richtung Arta.


Diesen Landstrich hatten wir bisher noch nicht" erfahren". Von Arta aus führte eine wunderschöne 10 kilometerlange Serpentinenstraße hinauf zum Kloster Betlém. Die Natur dort war einzigartig und der Blick auf das azurblaue Meer traumhaft schön. Es war wenig los und wir genossen die Ruhe dieses Landstriches.


Insgesamt waren heute wenig Radfahrer auf unserer Strecke unterwegs. Auf dem Rückweg stellte sich uns keine einzige Gruppe in den Weg, die wir ein bisschen ärgern und auseinanderfahren konnten. Sehr schade.;-) Anscheinend war heute Ruhetag!


Für den Kaffeestop suchten wir uns ein schattiges Plätzchen, denn die Temperaturen kletterten tatsächlich bis auf 35 Grad. Der Sonnenbrand konnte somit erfolgreich erweitert und vertieft werden. Auf Mallorca haben wir um diese Zeit noch nie so ein heißes Wetter gehabt. Da haben wir wirklich einen guten Zeitraum erwischt.

Morgen steht der letzte Trainingstag an, bevor es zurück ins kalte Deutschland geht.

In diesem Sinne: Keep on riding,
Vanessa

Freitag, 10. März 2017

Mallorca Tag 7 und 8: Ruhetag in Palma, schwere Beine am Tag danach

Mallorca Tag 7, Ruhetag:
Den zweiten Ruhetag des Trainingslagers nutzten wir für einen Ausflug in die Inselhauptstadt. Zum ersten Mal erlebte ich Palma an einem sonnigen Tag ohne kalten Wind und Regen. Das Treiben in den kleinen Gässchen der Altstadt war rege. Unter blauem Himmel schmeckten Kaffee und Eis gleich doppelt so gut. In dem ein oder anderen Laden war die Versuchung "Hallo, wir sind von Shopping-Queen" auszurufen groß, doch ich hielt mich zurück. ;-)

Der Tag klang am Hotelpool aus. Zum Baden ist das Wasser zwar noch etwas zu frisch (knapp über dem Gefrierpunkt), aber um die müden Beine zu erfrischen, eignet es sich ausgezeichnet.









Mallorca Tag 8: Ausdauerrunde
Genug Kultur- und Städtetrips - zurück zum Kern der Angelegenheit: Radfahren! Auch heute zeigte sich der Himmel von seiner blausten Seite und die Temperaturen erreichen mittlerweile Werte, bei denen man schon vom nichts tun ins Schwitzen kommt. Einfach nur traumhaft! Geplant war heute eine lange Ausdauerfahrt. Während den ersten Kilometern kam mir wieder in Erinnerung, dass meine Beine nach dem Ruhetag meistens etwas träge sind und länger brauchen, um in Fahrt zu kommen.



Das spürte ich dann direkt am ersten Berg, der eigentlich für ein schönes langes Schwellenintervall genutzt werden sollte. Ich merkte jedoch, dass mir wohl die letzten Einheiten noch in den Beinen steckten, denn so richtig rund lief es nicht. Wobei ich auch immer recht selbstkritisch bin, da können durchaus 5 Watt Differenz zu einem bösen und harten Selbsturteil führen. Aber so bin ich leider. Nachdem ich oben kurz Dampf abgelassen und mich über das nicht erreichte Intervallziel geärgert hatte, ging die Fahrt nach einer kurzen Pause weiter. Nach 3,5 Stunden Fahrtzeit, 85 Kilometern und 1120 Höhenmetern erwartete uns dann bereits die gemütliche Liege am Hotelpool. Und ich hoffe, dass meine Beine morgen wieder frischer sind.


In diesem Sinne: Keep on riding,
Vanessa

Shopping-Queen-Mottos des Tages:
"Cool am Pool - kreire ein Outfit für ein Sonnenbad am Pool."
"Schick mit Weste - integriere die Windweste unauffällig in deine Trikottasche."
 

Mittwoch, 8. März 2017

Mallorca Tag 6: Und sind die Beine noch so schwer, ein Hunderter muss heute her!!

Nach dem gestrigen harten und langen Trainingstag wusste ich am Morgen noch nicht so genau, wie weit mich die Beine heute tragen würden. Der Trainingsplan sah eine lange Ausdauerfahrt vor. Mein selbst erklärtes Tagesziel war, den ersten Hunderter für dieses Jahr zu absolvieren. Wenn gleich ich nach meinem Trainingsprinzip Qualität statt Quantität vorziehe, kann das eine oder andere Training schon einmal die magische Grenze von 100 Kilometern überschreiten.

So fuhren wir im Flachen bis nach Caimari, an den Fuß des Anstieges zum Kloster Lluc. Der rund 7 kilometerlange, serpentinenmäßig verlaufende Anstieg kann auch der Titel "Arbeitsberg" verliehen werden. Hier tummelten sich heute einige Profis, unter anderem vom Team Etixx-Quickstepp, die ihre Intervalle fuhren. Oder besser gesagt: Ohne große Anstrengung den Berg hochflogen.





Während einer kurzen Rast am Mittag fiel uns auf, dass es neben den klassischen Knie- und Beinlingen neuerdings auch Waden-, Knöchel-, Kniescheiben- und Füßlinge gibt. Den Modetrends sind keine Grenzen gesetzt. Im Grunde war es aber heute ohnehin viel zu warm für überflüssiges Equipment neben kurzer Hose und Kurzarmtrikot. Zum Glück hatten wir heute früh zum Lichtschutzfaktor 30 gegriffen, um zusätzliche Sonnenbrände zu vermeiden. Übrigens: Mein Tagesziel von 100 Kilometern erreichte ich schließlich mit mehreren Extrarunden ums Hotel - aber Ziel ist Ziel und knapp verfehlt wäre auch vorbei.;-)



Nach zwei super Trainingstagen ist morgen wieder ein Regenerationstag geplant, den ich ganz ohne Rad in Palma verbringen werde.

Daten des zweiten Trainingsblocks:
2 Tage
184 km
8 Stunden
1776 Höhenmeter

In diesem Sinne,
Keep on riding,
Vanessa


Shopping-Queen-Mottos des Tages:
"Schick geschützt - style die perfekte Helmfrisur"
"Wo ein Wille ist, ist auch eine Brille: Setze deine Radbrille gekonnt in Szene."
  

Dienstag, 7. März 2017

Mallorca Tag 5: Eat, train, sleep, repeat

Wir brachen heute sämtliche Regeln, die auf dieser Insel gelten und fuhren bereits um 9:45 Uhr los. Und siehe da: Die Gassen waren noch radsportler-leer. Kein Gedrängel im Radkeller, keine fremden Leistungsmesser vor denen man bei der Kalibrierung Abstand nehmen musste - kurzum kein Mensch unterwegs. Die erste Mission des heutigen Trainingstages, der sich aus insgesamt zwei Trainingseinheiten zusammen setzen sollte, führte zum Fuß des Berges, dessen Serpentinenstraßen sich zum bekannten Cap Formentor schlängeln. Dort absolvierte ich einen FTP-Leistungstest, der aus zwei Mal 8 Minuten Vollgas bestand. Eine für mich neue Testmethode, die ich ausprobieren wollte. Die Beine waren erstaunlich gut, das Ergebnis freute mich. Auf dem Rückweg vollendete ich mein Trainingsprogramm mit weiteren Intervallen, bevor ich dann zur Mittagspause ins Hotel rollte. Das Morgentraining war somit kurz und hart.




Nach einer Pause startete ich dann zur zweiten Einheit des Tages, einer lockeren Ausdauerrunde. Ganz so locker konnte diese aber nicht enden, denn wir mussten so einige Male Gruppen von anderen Radsportlern ärgern, sprengen, Zwischensprints einstreuen, überholen, wieder auffahren lassen, dann anziehen und schließlich ausreißen. Ein großer Spaß am Nachmittag kann ich da nur sagen. Die anderen Gruppen hatten wahrscheinlich nicht so viel Freude daran, aber wir umso mehr.



Mit sonnigen und warmen Grüßen nach Deutschland wollten wir noch ermutigen: Der nächste Frühling kommt bestimmt (irgendwann) auch für euch. :-)

In diesem Sinne,
Keep on riding,
Vanessa

Shopping-Queen-Mottos des Tages:
"Schick im Schlick- kreire ein Outfit für den Strand von Alcudia"
"Verbrannt am Strand - integriere deinen Sonnenbrand geschickt in deinen Alltagslook."
 
 

Montag, 6. März 2017

Mallorca Tag 4: Ruhetag unter mallorquinischer Sonne

Nach dem dritten Trainingstag ist es taktisch sinnvoll dem Körper einen Tag Pause zu gönnen, um gestärkt in den nächsten Trainingsblock zu starten. Nach einer kurzen Krafteinheit am Vormittag im hoteleigenen Fitnessraum, war der Ruhetags-Soll für mich erfüllt. Da mir der Weg zum Fitnessraum - der ohnehin viel zu stark klimatisiert ist - für spontane allmorgendliche Dehn- und Kräftigungsübungen zu weit ist, entführte ich kurzerhand eine Matte ins Hotelzimmer. Jetzt gibt es keine Ausreden mehr. ;-)


Nach dem Frühstück stolperten wir im Foyer über den Aushang mit den Animationen des Tages. Es gab ein kurzes Zucken, dass wir uns beim Boccia um 11 Uhr am Strand oder Bingo um 21 Uhr anmelden- aber so viel Stress kann man uns Sportlern am Ruhetag nicht zumuten. ;-)

Der Ruhetag führte weiter zum Strand mit ausgedehnter Mittagspause und direktem Übergang zum Kaffee trinken und Kuchen essen. Das Kaloriendefizit der letzten Tage konnte somit erfolgreich ausgeglichen werden. Nach einer Shoppingtour - die ich liebevoll mit dem Satz "Nur mal kurz durchstöbern" betitelte, ging es zurück zur Hotelanlage. Die Sonne brannte - ja sie brannte wirklich - vom wolkenlosen Himmel. Ich kann mich nicht entsinnen, dass es hier jemals im Trainingslager Anfang März so warm war! So lockte der azurblaue Hotelpool mit seinen bequemen Liegestühlen. Wenn gleich wir am Morgen sehr gutgläubig keine Liegen mit unseren Handtüchern reserviert hatten, fanden wir zum Glück noch freie Plätze und erfrischten unsere Beine im kalten Wasser.



Wir haben im Übrigen eine neue Rubrik in den Blog aufgenommen - als eingefleischter Fan von Shopping Queen (das ist dann jetzt nur was für Insider) fielen mir gestern beim Abendessen schöne neue Mottos ein:

"Schick in Lycra - integriere dein Radtrikot in deine Abendgarderobe."
"Schick im Strumpf - kreiere ein Outfit rund um deine weißen Radsocken."


In diesem Sinne: Keep on riding,
Vanessa

Zitate des Tages:

"Lass uns im Hafenbecken die Forellen füttern"
     "Forellen im Salzwasser?!?!"
"Da liegen sie auf ihren Liegestühlen wie die Forellen."
"Für Bingo musst du doch nichts können, da kreuzt zu Zahlen an!"

 

Sonntag, 5. März 2017

Mallorca Tag 3: Von der mallorquinischen Sonne, verschlossenen Supermärkten und verschollenen Stränden

Der Wind glänzte am heutigen dritten Trainingstag zum Glück mit Abwesenheit. Somit war es also im Grunde egal, welche Richtung wir zuerst einschlugen - da uns weder der Gegenwind stören, noch der Rückenwind unterstützen würde.

Ich schloss mich zunächst der Großgruppe an, die heute den Berg Randa als Ziel auserkoren hatte. Bis zur Stadt Petra wollte ich den Vorzug des Windschattens nutzen und dann wieder umkehren, um auf dem Rückweg meinen Trainingsplan umzusetzen. Dies bedeutete hochfrequente Trittphasen und einige Antritte mit Sprints. Der Garmin stoppte bei 3 Stunden Fahrtzeit und 82 Kilometern - der erste Trainingsblock ist somit erfolgreich absolviert. Der kräftigen mallorquinischen Sonne sei Dank können wir uns heute über die ersten "Formkanten" an den Beinen freuen. Wobei etwas Sonnencreme unserer empfindlichen deutschen Haut sicher auch ganz gut getan hätte. ;-)


Am Nachmittag trieb uns der Hunger dann zum Supermarkt um die Ecke - leider lässt uns das Trainingslager immer recht schnell das Gefühl für Raum und Zeit vergessen. Denn heute ist Sonntag und wir fanden nur verschlossene Türen vor. Zum Glück hatten wir noch einige Vorräte im Hotel deponiert, sodass wir den Hunger bis zum Abendessen einigermaßen unter Kontrolle hatten.

Nach unserem ersten Trainingsblock rückte uns ins Bewusstsein, dass wir ja auf einer Insel sind, die auch das Mittelmeer und einen Sandstrand bot. Das hieß also: Höchste Zeit dort mal vorbeizuschauen. Der erste Blick auf den Strand enttäuschte jedoch. Waren doch etliche Umbauarbeiten im Gange. Hohe Sandberge und Bagger verhinderten den Blick aufs Meer. Wie eine Ackerlandschaft türmte sich der Sand vor uns auf. Auch der immer sehr beliebte Steg der letzten Jahre war verschwunden. Bis die ersten Strandtouristen anrücken, ist hier noch einiges Grade zu rücken.


Morgen steht der erste Ruhetag auf dem Plan - die müden Beine werden sich freuen.

Daten des ersten Trainingsblocks:
9 Stunden
196 Kilometer
1900 Höhenmeter

In diesem Sinne:
Keep on riding,
Vanessa


Zitate des Tages:
"Den KOM hat hier ein gewisser Kwiatkowski."
"Ich muss mehr essen, ich werde sonst weggeweht."
"Spende euch dann großzügigen Windschatten."
"Fahr du vorne, du schneidest den Wind wie eine Solinger Klinge."

Samstag, 4. März 2017

Trainingslager Mallorca: Es lebe die Tradition!

Es ist in fast allen Radsportler-Jahresplanungen ein festes Datum: Das Frühjahrstrainingslager auf Mallorca. Für die ersten langen Ausfahrten zur Formoptimierung bei Sonnenschein und warmen Temperaturen bietet die Baleareninsel die optimalsten Bedingungen.


Auch ich startete gestern mit einem Großteil meiner Stamm-Reisegruppe der letzten Jahre, aber auch einigen Neuzugängen, Richtung Süden. Leider kann Evelyn in diesem Jahr wegen Ihres Studiums nicht dabei sein - so bin ich nun allein unter Männern.

Auch in diesem Jahr gab es wieder die traditionell strukturellen Probleme, die sich uns wie immer in den Weg stellten - aber sogleich optimal gelöst wurden:

1) Am Flughafen müssen vor der Sicherheitskontrolle alle Trinkflaschen restentleert werden (Wir lernten, dass man nicht 100 ml in einem beliebigen Gefäß mitführen darf, sondern nur ein 100 ml Gefäß.) Somit ist der Durst und natürlich auch der Hunger nach einer so langen und beschwerlichen Anreise extrem groß. Dieses wurde mit einem ausgiebigen Mittagsmenü aber beseitigt.

2) Der Fußweg zum Radverleih ist zu weit. Denn 4 Kilometer auf Mallorca sind deutlich länger als 4 Kilometer in Deutschland. Dieses Problem wurde mit Hilfe eines Taxi-Shuttles gelöst.

3) Die Mieträder sind trotz diverser Vermessungen beim Verleiher nur suboptimal auf unsere Körper angepasst worden, was dadurch zahlreiche Nachbesserungen und den Verbau aus Deutschland importierter Radteile mit sich brachte.

Aber so etwas bringt uns Mallorca-Erprobte-Sportler natürlich nicht aus der Ruhe.

Die Anreise war in diesem Jahr etwas später - unser Flug wurde verschoben, sodass wir nicht das erste Flugzeug des Tages in Richtung Palma nahmen. Das hatte zur Folge, dass wir unsere Mieträder bei dem Radverleih unseres Vertrauens erst ab 15 Uhr holen konnten - der großzügigen Mittagspause dessen geschuldet. Es trug sich also zu, dass unsere gesamte Tourenplanung dadurch durcheinander geworfen wurde. Bis wir dann alle notwendigen Umbauarbeiten an unseren Rädern vorgenommen hatten, war es bereits so spät, dass unsere erste Trainingseinheit mit Einbruch der Dunkelheit endete.



Der zweite Tag begann beim Frühstück mit der Erörterung der Windproblematik. Ich war darauf nicht vorbereitet, da ich noch keinerlei Kenntnis von dem Wind genommen hatte, geschweige denn wusste, aus welcher Richtung er wehte. So wurden die Touren optimal auf den Wind zugeschnitten. Die Radgruppe teilte sich allerdings direkt um 10 Uhr (ich möchte an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen: "Auf der ganzen Insel ist um 10 Uhr Abfahrt!!) im Radkeller. Während der Großteil im Flachland Kilometer machen wollte, begab ich mich gemeinsam mit meinem Lieblingsmenschen (zum Glück auch mein ortkundiger Guide) in die Berge, um dort 3x20 Minuten Intervalle zu fahren. Über Pollenca stiegen wir auf zum Kloster Lluc.


Bereits beim ersten Intervall stellte ich fest, dass es sich bei diesem Berg um einen "Arbeitsberg" handelte - das heißt, dass dort vorrangig Sportler unterwegs waren, die Intervalle fuhren und den Berg gleich mehrfach hintereinander in Angriff nahmen. Nach getaner "Arbeit" ging es dann zum Kaffeestop am höchsten Punkt der Tour und dann hinunter nach Caimari. Wir hatten den Wind optimal eingeschätzt, sodass es mit kräftigen Rückenwind nach Alcudia zurückrollte. Die Tour endete nach fast 4 Stunden, 82 Kilometern und 1400 Höhenmetern.

Ich freue mich auf die weiteren Trainingstage


In diesem Sinne: Keep on riding,
Vanessa



Zitate des Tages:
"Ich werde eine Weste mit Ärmeln anziehen."
"Über den Wolken ist der Himmel immer blau."