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Montag, 9. Januar 2017

La Dolce Vita: Flucht ins Warme


Da der deutsche Winter trotz des Klimawandels seit Tagen mit Eis und Schnee vorherrscht, war es an der Zeit zu handeln. Denn schließlich werden Sommersportler im Winter gemacht und Grundlage bei Kälte und Schnee ist wenig attraktiv. Darum hieß es Koffer packen und auf ins Warme. Das Ziel des ersten Trainingslagers: Finale Ligure in Italien. Lockt mit täglichen 9 Sonnenstunden, Palmen, Mittelmeer und angenehmen Temperaturen.
Zudem liegt Finale nur rund 10 Autostunden entfernt und lässt sich so bequem ohne Flieger und dementsprechend mit der Mitnahme aller geliebten Räder erreichen. Apropos Räder - dazu einen kurzen Schwenk:

Da wir unsere geliebten Räder partout nicht auf den prinzipiell beladungsfreundlichen und "Im-Auto-Platz-Schaffenden" Fahrradheckträger packen wollten (denn: fieses Streusalz auf der Straße, Regen, Schnee, Gefahr bei Auffahrunfällen, eisiger Wind...) gab es nur eine Möglichkeit: 3 Räder, Gepäck für 2 Wochen plus Verpflegung und diverse andere wichtige Kleinigkeiten hinein in den Kleinwagen. Der Kleinwagen wurde dem Kombi aufgrund der Spritsparsamkeit vorgezogen. Und man macht sich keine Vorstellung über die Großräumigkeit eines Kleinwagens. Gut - ein paar Vorkenntnisse im Spiel Tetris halfen ungemein. Doch nach einigem Tüfteln: Klappe zu und alles drin!


Schon die Hinfahrt war ein echtes Erlebnis. Herrschten bis zum Gotthardt-Tunnel noch verschneite Straßen, Nebel, Eis, Glätte und Minustemperaturen vor, markierte der Tunnel dann den Übergang in eine andere Vegetation. Die fast 20 kilometerlange Röhre spuckte uns in einer anderen Welt aus: Plusgrade und Sonne! So konnte es doch weitergehen. Nachdem ich mich an der Umgebung sattgesehen hatte, stiegen die Temperaturen immer weiter und dann kam auch schon das azurblaue Meer in Sichtweite. Ein Traum!


Der erste Morgen begann vielversprechend: Frühstück mit Blick auf die aufgehende Sonne und strahlendblauer Himmel. Zur Sicherheit wählte ich jedoch ein Outfit, was Temperaturschwankungen von mehreren Grad verkraftete. Jedoch waren es nicht so viele Schichten, wie man zuletzt in der Heimat anlegen musste. Auf dem Weg zum Radkeller, kam es mir komisch vor, ohne Stirnband, dicke Überschuhe und Winterhandschuhe.





Am ersten Tag stand die Gebietserkundung im Zuge einer langen Mountainbike-Ausdauerfahrt sowie Fahrtechnik auf dem Trainingsplan. Der erste Anstieg führte dann direkt ins das Paradies der unendlichen Pfade und Wege mit Meerblick. Meine ersten Begegnungen mit den Rock Garden (fiese Steinfelder) verliefen noch recht zögerlich, doch irgendwann wählte ich die richtigen Linien.


Ohne es zu Wissen befand ich mich dann plötzlich in einer Stage der Enduro World Series und fühlte mich mit meinem Race-Hardtail doch etwas deplatziert. Die ersten Meter wagte ich mich hinein, zog es dann jedoch vor, die Schlüsselstellen zu Fuß zu betrachten. Zum Glück gibt es genügend Ausweichmöglichkeiten, kann man sich doch an über 70 gepflegten Mountainbike-Trails erfreuen.
Das Training klang auf dem Marktplatz in Finale aus, dort checke ich direkt ab, wo es das beste Eis und den besten Espresso gibt.

Ich freue mich auf weitere Tage hier im Paradies.

Keep on riding,
Vanessa

Zitate des Tages:

"Hola!"..."Achso, wir sind ja gar nicht in Spanien."
"Ich fahre locker Trails mit der Stufe S3. Naja vielleicht fangen wir erst mal mit S0 an."
"Olivenöl mag ich ja total, aber Oliven sind nicht mein Fall."
"Hier wächst ja alles. Schau mal der Rasen! Stell dir vor, wir müssten 365 Tage im Jahr den Rasen mähen."

Kommentare:

  1. Genieße es dort gibt es richtiges Trailfieber. Rennrad können wir dir auch empfehlen. Die Autofahrer sind dort deutlich gelassener als in der Heimat

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    1. Hallo Marko! Es ist wirklich ein Paradies hier. Und das mit den Autofahrern habe ich auch schon festgestellt. Wenn ich da an Deutschland denke! ;-)
      Das Rennrad ist auch an Board und wird die nächsten Tage mal ausgeführt.

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  2. Genieße es dort gibt es richtiges Trailfieber. Rennrad können wir dir auch empfehlen. Die Autofahrer sind dort deutlich gelassener als in der Heimat

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