We are specialized!

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Montag, 23. März 2015

Flachlandtrailhatz beim MTB Eulenexpress Peine

Nachdem mein Mountainbike zwei Tage lang Urlaub beim Service gemacht hatte, entschloss ich mich für einen weiteren Formtest, wieder im Rahmen der Winterrennserie meines neuen Heimatvereins. Also hieß es am Sonntagmorgen: Rad ins Auto, 3,5 handliche Taschen mit nur dem wichtigsten Rennequipment ins Auto und (ganz wichtig!) die Muffins ins Auto. Auf dem Weg nach Peine herrschte schon das selbe unvergleichliche Feeling wie jedes Wochenende in der Rennsaison, in drei Wochen geht es endlich wieder los!

Aus meinem Plan, kurz-kurz zu fahren und mit meiner vorsommerlichen Trainingslager-Bräune anzugeben, wurde angesichts von kühlen, wenn auch sehr sonnigen 4 Grad dann doch nichts, trotzdem hätte das Wetter kaum besser sein können.
Nachdem alle Teilnehmer begrüßt und alle Neuigkeiten, Fachsimpelein und organisatorischen Details ausgetauscht worden waren, startete um Punkt 15 Uhr der Nachwuchs in ihr Trainingsrennen. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie schnell die Kinder unterwegs sind, und frage mich dann immer selbst, ob ich in dem Alter überhaupt schon ohne Stützräder auf gerader, asphaltierter Straße sturzfrei fahren konnte...
Super Rennwetter in Peine!
Schließlich starteten auch wir in unser Rennen. Das Prinzip: Wer schafft in 2 h die meisten Runden? Die wirklich schöne sieben Kilometer lange XC-Runde verlief fast ausschließlich über schmale Trails im Peiner Wald. Enge Kurven, verwinkelte Ecken und lebenden Hindernissen in Form von Reitern, Spaziergängern und Hunden machten die zwei Stunden sehr abwechslungsreich.
Nachdem ich am Start nicht so gut weg gekommen war wie ich ursprünglich geplant hatte, verbrachte ich die meiste Zeit damit, dem führenden Feld hinterherzujagen. „Flachlandtrailhatz“ – einen passenderen Name hätte es aus meiner Sicht nicht geben können. Zusammen mit drei weiteren Fahrern bildeten wir also das Verfolgerfeld, wechselten uns an der Spitze ab und zogen uns gegenseitig in konstant zügigem Tempo Runde um Runde gen Ziel. Da aber auch die Gejagten das Tempo hielten, wurde unser Abstand trotz Vollgas, vollem Risiko und voll ausgeschöpften Kraftreserven leider nicht kleiner und so fuhr ich nach 2:11 h und 49,2 km ins Ziel.

Ein dickes Danke auf jeden Fall an alle, die dieses Rennen organisiert haben, also an den ganzen MTB Eulenexpress Peine. Es ist einfach immer schön bei euch zu Besuch zu sein, die Stimmung und Atmosphäre ist immer super entspannt und familiär und Spaß macht es auch immer mit euch! Und ich bin glücklich und dankbar, jetzt auch eine Eule sein zu dürfen!

Frauenpower!
Trotz dass ich mein Ziel, die beiden führenden Damen noch einzuholen, nicht ganz erreicht habe, bin ich trotzdem sehr zufrieden mit meiner Leistung und blicke zuversichtlich auf die kommende Saison. Es kann los gehen!


 Evelyn



Sonntag, 15. März 2015

Das war Mallorca 2015!

Nachdem auch der letzte Sand aus den Radsachen geschüttelt ist, die Hometrails wieder unsicher gemacht werden und das deutsche Wetter uns wieder hat, hatte ich Zeit genug, das Trainingslager Revue passieren zu lassen.

Als ich am ersten Reisetag mitten in der Nacht auf dem Düsseldorfer Flughafen auf der Suche nach dem Rest meiner Reisegruppe herumirrte, war ich schon ziemlich nervös, was da wohl auf mich zukommen würde. Mein erstes Trainingslager überhaupt lag vor mir, mit einer Gruppe Sportler, die ich (mit Ausnahme von Vanessa) noch nie in meinem Leben gesehen hatte. Meine größte Sorge war wohl der Tatsache geschuldet, dass wir als Gruppe zusammen fahren würden, denn ich ging fest davon aus, mich immer deutlich hinter den andern herumeiern zu sehen, irgendwo zwischen dem Ziel und dem Hotel zusammen zubrechen, weil ich das Tempo schlicht und ergreifend nicht halten konnte, oder einfach nicht so fit sein würde wie der Rest der Gruppe.


Doch schon nach dem Flug und der Fahrt ins Hotel fühlte ich mich super wohl in unserer Gruppe und der Rest lief wie von selbst. Und so meisterte ich viele persönliche Premieren, angefangen mit dem Finden von Bremse und Schaltung am Rennrad, der ersten Tour über 100 Kilometer und drei Cappuccino am Tag zu trinken. Auch wenn ich dem "Versuchsobjekt Rennrad" am Anfang noch etwas kritisch gegenüberstand, sobald ich mich an das Fahrgefühl gewöhnt hatte und etwas Vertrauen in dieses wackelige Gestell gebracht hatte (besonders bergab), konnte ich Vanessas Beschreibung nur bestätigen: es ist wirklich wie fliegen. Und so wurde jeden Tag neue Kilometerbestmarken geknackt, dieser oder jeden Berg erklommen und gelacht. Viel gelacht. Gerade wenn wir nicht auf dem Rad saßen, hatten wir viel Spaß in unserer Gruppe, besonders bei der gemeinsamen Nahrungsaufnahme im Hotel. Da gab es den Buffettflitzer, English Dragon Mom, Pseudotriathleten-Pärchen und viele weitere, völlig ahnungslose andere Gäste, die Opfer unserer Analysen wurden. Ich für meinen Teil hatte beim Abendessen manchmal Mühe nicht vor Lachen mein Essen über den Tisch zu verteilen, was unserem hektischen Kellner sicher nicht gefallen hätte.

Natürlich wurde aber auch untereinander genug gestichelt, dass es uns nicht langweilig wurde. "Hobbystreifen" an den Beinen, verbrannte Nasen oder ominöse Schulterbewegungen, es gab immer einen Grund.

Also an meine Mitreisenden: Ich liebe euch alle! Es hat super viel Spaß gemacht mit euch und ich würde jederzeit wieder mit euch ins Trainingslager oder sonst wohin fliegen, trotz (oder vielleicht gerade wegen) der Sprüche, die ihr uns ab und an reinwürgt. Aber wir werden zurück schießen, spätestens beim Mallorca-Nachtreffen oder auf dem ein oder anderen Wettkampf.

An Vanessa: Du bist die Beste! Ich glaube wir ticken schon ziemlich gleich, besonders mit unseren verrückte Ideen.  Egal was wir gemacht haben (Essen, österreichische Arztserien gucken, Blog schreiben, Rennrad fahren, Shoppen, Vor-Fans-flüchten, trainieren), wir hatten immer unseren Spaß. Ich freu mich schon auf unsere gemeinsamen Wettkämpfe, wir rocken das! Und bleib auf jeden Fall so wie du bist :)

Und jetzt gehts aufs Mountainbike, denn genau heute in vier Wochen startet in Hellenthal das erste Rennen der Saison!

Evelyn

Freitag, 13. März 2015

Vanessa: Fazit - oder kurzum, es war schön im Paradies, ich will sofort zurück!

Die ersten Trainingseinheiten in den heimischen Gefilden sind bereits wieder absolviert, der Saisonstart rückt in greifbare Nähe (nur noch vier Wochen, Hilfe, wo ist die Zeit geblieben?!). Wenn gleich uns die Sonne in den vergangenen Tagen den krassen Umstieg von den mallorquinischen Bedingungen auf den deutschen Früh-Frühling etwas leichter machte, konnte Deutschland temperaturtechnisch natürlich noch nicht mit Mallorca konkurrieren. Die Frage „Was soll ich anziehen?“ Oder besser: „Wie viele Schichten übereinander reichen aus?“ holte mich schnell auf den Boden der Tatsachen zurück, dass es mit der Präsentation der frisch gewonnenen Sommerbräune noch einige Wochen dauern wird. Naja soweit so gut, man kann eben nicht alles haben. Momentan helfen ja noch die vielen wunderschönen Erinnerungen an den Trip ins Paradies, die vielen Momente mit und ohne Rad und die supertolle, lustige Zeit mit der Trainingslagergruppe bei der Wiedereingliederung im Alltag.

Als persönliches Fazit kann ich nur sagen: Mallorca 2016 reloaded! Ich bin der festen Überzeugung, dass ich ab sofort keine Saison mehr ohne ein Trainingslager auf der Balearen-Insel starten werde.

Ein erster Formvergleichstest hat bereits bestätigt, dass sich die Zeit auf Mallorca trainingstechnisch sehr positiv ausgewirkt hat und ich bessere Trainingswerte erreiche (auch, wenn die Grundlage natürlich völlig überwertet wird, mir hat es trotzdem geholfen;-)).


Keep on riding!

Vanessa


Montag, 9. März 2015

Tag 10: Ende gut, alles gut





Am letzten Trainingstag hier im Paradies stellten wir den Wecker etwas früher als die Tage zuvor, damit wir in aller Ruhe sowohl den letzten sonnigen Morgenlauf am Strand als auch das Packen noch vor dem Frühstück erledigen konnten.  Eigentlich hatten wir Mädels uns bereits entschieden zum Abschluss heute eine entspannte Kaffeefahrt nach Muro zu machen, doch erstens kommt es anders und zweitens als du denkst. Wir wurden am Frühstückstisch so lange von allen Seiten bearbeitet, bis wir uns schließlich der Tour hoch zum Cap de Formentor anschlossen, einem der Highlights der Ostküste und von Alcudia aus nur etwa anderthalb Rennradstunden entfernt.  

Also ein letztes Mal die Trikots angezogen, die Trinkflaschen gefüllt und die Rennräder aus dem Keller geholt. Gemütlich starteten wir um kurz nach Zehn (und das, obwohl auf dieser Insel immer um zehn Uhr Abfahrt ist...) zu viert in Richtung Pollenca. Über die leicht ansteigende Serpentinenstraße erklommen wir einige Aussichtspunkte des Tramuntana-Gebirges, flogen durch die
Kurven bergab und pedalierten auf der anderen Seite wieder bergauf. Schließlich erreichten wir den Turm des Cap de Formentors, wo zuerst zwei Ziegen, die völlig ungerührt von dem Treiben am Cap zwischen zwei Felsbrocken standen, unsere völlige Aufmerksamkeit forderten. Nachdem die obligatorischen Beweisfotos geschossen worden waren traten wir gemeinsam den Heimweg an, hielten noch hier und da für ein Foto und erreichten nach 58 km und 2:50 h Fahrzeit schließlich unser Hotel.

Da wir unsere Zimmer bereits hatten räumen müssen, duschten wir im Wellnessbereich und begaben uns schließlich auf den Weg zu unserem Bikeverleih, der ja bekanntlich am anderen Ende von Alcudia lokalisiert ist. Also hin fahren, Bikes abgeben und an der Strandpromenade zurück flanieren. Wir genossen in unserer Stammbar den letzten mallorquinischen Kaffee und waren passend zur Ankunft unseres Flughafentransfers fertig zur Abreise.

Am Flughafen hieß es dann ein letztes Mal einchecken, hoffen dass das Gepäck keine Übergröße erreicht hatte, an Board gehen und abheben. Als wir schließlich um kurz nach halb elf Uhr abends im heimischen Düsseldorf landeten sind wir alle, trotz mehr oder weniger Schlaf im Flugzeug, groggy und aufgekratzt zugleich. Und nachdem alle ihre Koffer zurück bekommen haben, heißt es erst einmal Abschied nehmen. Doch die Trainigslager-Nachtreffen, Revanchen im Rennalltag und Vollgas-MTB-Sessions sind bereits im Planung. Man darf also gespannt bleiben, ihr werdet von uns hören!









Vanessa und Evelyn





Zitate des Tages:

-"Egal was die Frage ist, "Alla" ist die Antwort!"
-"Anfängerfehler, ihr Hobbys!!"
-"Gut, dass wir deinen Personalausweis erst am letzten Tag in die Finger bekommen h

Samstag, 7. März 2015

Tag 9: Eat, Train, Sleep, Repeat

An unserem vorletzten Tag hier im Paradies gelang es uns dank ausgefeilter Techniken (in der Kapuze, im Pulli und überall wo man sonst noch Bananen verstecken kann...)  unsern Proviant vom Büffet an den streng blickenden Kellner vorbeizuschmuggeln. Wieder einmal diente der Frühstückssaal als Tourenbasar, wo jeder sich nach persönlichem Befinden einer Gruppe anschließen konnte. So kam es, dass wir am Ende des Tages vier verschiedene Touren in unserer Trainingsgruppe vorzuweisen hatten.


Wir entschieden uns gegen das höhenmeterlastigen Ausscheidungs-Zeitfahren der Jungs und schlossen uns kurzer Hand Christine, einer mallorcaerfahrenen Bikerin, an, die für heute eine längere aber flache Tour plante. Gemeinsam starteten wir pünktlich (beziehungsweise ausnahmsweise mal überpünktlich) gegen zehn Uhr in unseren Trainingstag. Über die Küstenstraße, vorbei an "der Tankstelle" bis nach Santa Margalida, wo sich unsere Wege dann doch trennten. Vanessa fuhr über Arta zurück nach Alcudia, genoss die Sonne und die schöne Landschaft und absolvierte eine abwechslungsreiche Grundlageneinheit über 70 Kilometer in zweieinhalb Stunden.
Evelyn und Christine fuhren über Sineu, Montuiri und Campos zur Küstenstadt Sa Rapita, die auch als Geisterstadt bekannt ist. Der Grund schien heute nicht ganz ersichtlich, da an der Strandpromenade und im auserwählten Cafe zur Stärkung reger (Rad)Betrieb herrschte. Nachdem nun also auch die gegenüberliegende Küste erobert war,  wurden auf dem Rückweg über Santanyi, Felanitx und Petra dann doch die Beine schwer. Doch mit geballter Frauenpower absolvierten die Beiden heute 168 km und verbrachten insgesamt sechs Stunden auf den Bikes.

Da die Männergruppe noch auf sich warten ließ, wurde noch im Kraftraum weitertrainiert, die Sonne auf dem Nordbalkon genossen und erste Versuche des Kofferpackens gewagt. Als wir uns also auf dem Nordbalkon sonnten, vernahmen wir plötzlich eine starke Rauchentwicklung aus östlicher Richtung. Zunächst nichts Ungewöhnliches, da auf dieser Insel zu jeder Tages- und Nachtzeit irgendwo etwas verbrannt wird. Aber wir mussten feststellen, dass leider unser Stammsupermarkt in Flammen stand. Prompt wurden die ersten Sirenen laut und Straßensperren der Polizei gebildet. Falls bei uns im Hotel mal ein Brand ausbrechen sollte, wissen wir auf jeden Fall was zutun ist:

 Beim Abendessen dann wurden bereits erste Bilanzen des Trainingslagers gezogen, Wunden geleckt und Erlebnisse ausgetauscht, da es auch das letzte Abendessen gewesen sein sollte.

Zitat des Tages:

-"Ich guck ganz gern Katastrophenfilme, die lenken mich immer von meinem Leben ab"
-"Da ist die Tankstelle!"
 "Ist das DIE Tankstelle?"
 "Welche denn sonst?"
-"Alles nur totes Material. Alles." (Ein Mitfahrer über den unnötigen Konsum von Gels und    
  Energieriegeln"
- "Alla, ich geh schonmal" (Ein Mitfahrer zur Verabschiedung)





Vanessa und Evelyn

 




Freitag, 6. März 2015

Tag 8: Selbst ist die Frau

Unser Trainingstag begann mit Kuchen. Nein, wir haben nicht den Mamorkuchen vom Buffett gefrühstückt, sondern haben auf Wunsch unserer Teamkollegen unser Können unter Beweis gestellt, und zwar ohne Waage, Backofen und Springform. Während unser "Versuchsobjekt" im Kühlschrank vor sich hin backte (buk?), wurden wir bei dem Versuch, Obst aus dem Frühstückssaal zu schmuggeln, leider eiskalt erwischt. Was genau das Hotel nun mit den beschlagnahmten Objekten zu tun gedenkt, ist bis dato nicht geklärt. Für morgen müssen wir uns andere Taktiken überlegen. So starteten wir leider ohne unsere tägliche Bananenration, dafür mit Gel und Riegeln, in unsere Trainingseinheit.

Wir Mädels nutzen den Windschatten der Männergruppe auf den ersten 50 Kilometern bis Santa
Maria, bevor wir uns in einem "rasanten" Manöver von der Gruppe absetzten, um unsere eigenen Wege zu gehen/zu fahren.
 Ein kurzer Blick auf die Karte reichte um über Alaro und Lloseta Selva zu erreichen, wo wir uns in der Altstadt ein nettes Café für unsere Pause aussuchten. Gestärkt setzten wir unsere Tour durch Weinberge, Wiesen und Obstplantagen fort, wobei die Wege zwar schmal und verwinkelt (so wie wir es lieben), aber leider gespickt mit Schlaglöchern, Pfützen und Split waren, was uns schließlich auf dem Rückweg zum Verhängnis wurde. Der erste Platten dieser Saison forderte nun unsere volle Aufmerksamkeit, da keiner von uns bisher selbstständig und ohne fremde Hilfe einen Schlauch gewechselt hatte. Wir besannen uns auf die wenigen Male, die wir zugesehen hatten und die vergeblichen Versuche unserer Trainer, es uns beizubringen (Wir haben schließlich Mechaniker...). Mit vereinter Frauenpower schafften wir es schließlich, den Reifen aus- und auch wieder einzubauen, und ja, wir sind stolz darauf. Damit hätte der Rest unsere Gruppe wohl nicht gerechnet. Schließlich stand der Heimfahrt nichts mehr im Wege, sodass wir nach über vier Stunden und 130 Kilometern wieder das Hotel erreichten. Nachdem die leeren Kohlenhydratspeicher aufgefüllt worden waren (Stichwort Kuchen), lockerten wir unsere Muskeln im Pool und ließen den Tag mit einem Spaziergang an der Strandpromenade ausklingen.
Trainingsausklang am Strand

Zitate des Tages: 




-"Du kommst auch von der Straße oder?"
-"AG - Als gefahren. Oh nein, ein Hügel, lasst mich zurück, ich muss schieben."
-"Immer diese Hobbys..."
-"Die Engländer bringen hier mit ihrem Linksverkehr alles durcheinander, immer dieser Linksverkehr..."
-"Ich mag unseren neuen Platz nicht, hier kann ich die Leute nicht beobachten..."

Vanessa und Evelyn 

Donnerstag, 5. März 2015

Tag 7: Vom Winde verweht

Auch am heutigen Morgen blieb uns die Weckfunktion der Sonne verwehrt, stattdessen sorgte ein Windstoß nach dem anderen für gute Durchlüftung unseres Apartments. Als wir unsere frisch gewaschenen Sachen auf dem Nordbalkon zusammengesucht hatten (ist eigentlich noch alles da?) und uns vergewissert hatten, das auch, wie in jeder Nacht, ordnungsgemäß der Müll abgeholt worden war, machten wir uns für einen weiteren Trainingstag bereit.


Vanessa:
Ich entschied mich heute wieder eigene Wege zu gehen - äh zu fahren. Pünktlich um zehn Uhr ("Auf dieser Insel ist IMMER um zehn Uhr Abfahrt!") brach ich zu einer langen Einheit auf. Um der Orientierungslosigkeit entgegenzuwirken, hatte ich mir zuvor sorgfältigst eine Route zurecht geplant. Und ich muss sagen, der Plan ging tatsächlich auf. Die mallorquinische Beschilderung lässt zwar an einigen Stellen zu Wünschen übrig, hat man das System aber einmal verinnerlicht, läuft es fast von selbst. Über die Orte Petra, San Juan, Sineu und Muro kämpfte ich gegen den Wind. Und das komische an der ganzen Geschichte ist, dass der Wind (oder vielleicht besser der ORKAN) immer von der Seite kam. Aber wirklich immer - egal in welche Richtung der Weg führte. Der Genuss von Rückenwind blieb mir daher leider verwehrt. Naja wer braucht schon Rückenwind. Die Trainingseinheit kann man also im Prinzip doppelt werten.;-)
Nach 86 Windkilometern und viereinhalb Stunden Fahrtzeit erreichte ich schließlich das Hotel im mittlerweile schon heimischen Alcudia. Nach einem kurzen Abstecher in Whirlpool und Kraftraum endete mein heutiger Trainingstag.






Evelyn:
Schon als ich mich auf dem Hotelparkplatz einklickte stellte ich fest, dass Ruhetage mir offensichtlich nicht besonders bekommen. Aber da wir ja keine Triathleten sind (nichts für ungut...) wurde natürlich jetzt erst Recht zügig gefahren, und zwar heute im steileren Gelände. Über mal flachere, mal steilere Passstraßen ging es über Bergkämme, vorbei an steilen Hängen und tiefen Tälern,  zuerst hinauf bis auf 583 Meter, dann über zehn Kilometer hinunter bis Sa Calobra, einer wunderschönen Bucht auf Meereshöhe, aber doch mitten im Gebirge gelegen. Und leider eine Einbahnstraße, denn kurz darauf fuhren wir genau diese zehn Kilometer wieder zurück, kämpften uns wieder den Bergkamm hinauf und flogen über die Passstraßen ins Tal. Der Wind war heute unser ständiger Begleiter, doch die Böen, die aus allen Richtungen zu kommen schienen, machten die letzten Kilometer von Pollenca nach Hause nicht einfacher. Trotz dass ich heute wirklich zu kämpfen hatte blicke ich auf einen gelungenen Radtag zurück und kann (auch ein bisschen stolz) sagen: ich war dabei als das Sa Calobra Trauma überwunden wurde. 
Insgesamt schlugen heute weitere 115 Kilometer und 2100 Höhenmeter auf die Beine, äh zu Buche.

Das bevorstehende TV-Highlight einer österreichischen Arztserie bestimmte den weiteren Verlauf des Abends, denn nachdem wir leider unseren Stammtisch im Speisesaal aufgeben mussten und wir alle unter den Folgen zu leiden hatten, verabschiedeten wir uns heute gedanklich in die österreichische hochromantische Bergwelt. Ja so ein Haus in den Bergen wäre auch was für uns Mountainbikerinnen (vielleicht in Mayrhofen oder so..?)...


Zitate des Tages:  

-"Wir hätten gerne eine Flasche Gas ohne Mineralwasser" (Immer diese Verständigungsprobleme)
-"Unsere Koffer klaut niemand, da sind nur noch stinkende Sportsachen drin..."
-"Holen die jetzt etwa schon wieder den Müll ab?"
  "Die holen IMMER nachts Müll ab!"

Vanessa und Evelyn


Mittwoch, 4. März 2015

Tag 6: Undercover in Palma

Heute morgen weckte uns leider nicht die gleißende Morgensonne, sondern die Baustelle auf dem Nachbargrundstück, und zwar pünktlich um sieben Uhr. Für Sportler ohnehin Zeit, zur ersten Trainingseinheit aufzubrechen, aber Moment, da war ja was: heute ist Trainingstag 5, das heißt: Regenerationstag/Ruhetag, also Umdrehen und weiterschlafen. Da wir nunmal wir sind, tauschten wir Bett gegen Strand und Kissen gegen Laufschuhe.
Als wir frisch geduscht und voller Tatendrang am Frühstückstisch auftauchten, waren wir allerdings lange Zeit allein an unserem Stammplatz. Regenerationstag halt.
Da wir allerdings große Pläne schmiedeten und einen Bus zu erreichen hatten, machten wir uns schon gegen neun Uhr auf den Weg zur nächsten Bushaltestelle, die wir mit Hilfe eines netten deutschen Ehepaares schließlich fanden.

Undercover in Palma!
Nach einer entspannten Busfahrt zur Inselmetropole Palma stand unserem Mädelstag nichts mehr im Wege. Wir waren allerdings leicht desillusioniert, dass der Busfahrer uns nicht etwa im Zentrum der Fußgängerzone ablud, sondern in einem Untergrundterminal, was auch Drehplatz eines Horrorfilms hätte sein können. Als wir die Oberfläche mit Hilfe der Rolltreppen erreicht hatten, machten wir uns auf die Suche nach dem "Place to be". Wir schlenderten auf der Suche nach der Fußgängerzone durch die Innenstadt Palmas und stießen schließlich auf geschichtsträchtige Prachtbauten am Wegesrand. Nachdem wir unseren kulturellen Durst gestillt hatten, war es mal wieder Zeit für einen Kaffee. So trug es sich zu, dass wir uns bei leichten Nieselregen mit verspiegelten Sonnenbrillen und Kapuzenpullis auf der überdachten Terrasse eines Cafés im Hafen niederließen. Plötzlich sahen wir von weiten einen mit einer großen Fernsehkamera bewaffneten Mann auf der Verkehrsinsel direkt auf uns zueilen. Schnell zogen wir die Kapuzen tiefer ins Gesicht und versteckten uns hinter den Speisekarten. Nicht mal undercover kann man in Ruhe vor der Presse regenerieren.
Durch diese Aktion waren die Jungs am Nachbartisch auf uns aufmerksam geworden und fragten uns nach den angesagtesten Lokalitäten der City. Trotz der verlockenden Einladung zur Spritztour mit einer Motorjacht mussten wir uns leider viel zu schnell von unseren "Fans" verabschieden. Immer diese Groupies...

Die Befürchtung, ohne Google oder fremder Hilfe nicht mehr zur Busstation zurück zu finden, erwies sich aufgrund unseres wahnsinnigen Orientierungssinnes als unbegründet. Allerdings schlug unser Versuch, den Rest der Gruppe zu unseren vermeintlichen Rettung zu aktivieren ("Kann uns mal jemand in Palma abholen, wir haben uns verlaufen, wir finden nicht mehr Heim..."), fehl, als diese uns bereits in der Lobby erwischten.

Da uns der Regenerationstag doch zu lang wurde, machten wir noch einen kurzen Abstecher in den Kraftraum, wo Dehnen, funktionales Training und ein leichtes Workout auf den Plan rückten.

Regenerationstag/Ruhetag ist immer eine Frage der Definition. Oder so.

Zitate des Tages:
-"Wenn Holland nicht wär, läg Aachen im Meer"
-"Wo ist denn hier die Fußgängerzone..."
-"Laufschuhe und Pulsuhr machen dich nicht automatisch zum Sportler - immer diese Pseudo-Triathleten"


 Vanessa und Evelyn 


Neuer Jackentrend - geschaffen in Palma...




Dienstag, 3. März 2015

Tag 5: Training mit dem Weltmeister und Vollgas

Auch heute morgen genossen wir den Vorteil ein Zimmer (ja, ohne Aufpreis!) mit Blick nach Osten bekommen zu haben, sodass wir vom Strahl der Sonne geweckt wurden. Wir schälten uns also aus unseren selbstgebauten Schlafsäcken, da die Spanier eine für uns unbekannte Konstruktion aus mehrschichtigen Laken als Decke bevorzugten.


Im Anschluss an das reichhaltige Frühstück nutzen wir die freie Zeit um uns auf den neusten Stand der Radsportnachrichten zu bringen, d.h. im Klartext: Wir stalkten die Konkurrenz. Darüber vergaßen wir allerdings leider die Zeit, was dazu führte, dass wir halb angezogen erst in den Aufzug und dann in die Lobby stolperten, wo uns unsere Trainingsgruppen schon erwarteten.

Evelyn:
Ich hatte zwischen Müsli und Brötchen reichlich mit der Entscheidung zu tun, welcher Gruppe ich mich heute anschließen sollte. Schließlich siegte doch mein Ehrgeiz und die Aussicht auf einen weiteren kilometerlastigen Trainingstag, sodass ich mich wieder zu den übermotivierten äh hochmotivierten Fahrern gesellte.
Trotz dass wir bereits alle den vierten Tag Training hintereinander in den Beinen
Stärkung für müde Beine!

hatten, flogen breite Landstraßen, zahlreiche mediterrane Städte und schließlich die Höhe Randa Curas an uns vorbei, während wir gut gelaunt unsere Kilometer abspulten.
Nach Sprintpassagen, Zieljubel und kurzen Auseinandersetzungen mit temperamentvollen spanischen Autofahrern erreichten wir schließlich Petra, wo wir zur Stärkung ein Café stürmten und die Sonne genossen.

Ausblick Randa Cura





Als wir nach guten fünf Stunden Fahrzeit, 1350 Höhenmetern und 150 Tageskilometern auf den Tachos unsere Räder im Radkeller an den Nagel hingen, wurde der erste Trainingsblock offiziell als beendet erklärt, und ich war dabei!


Vanessa:
Ich haderte am frühen Morgen nicht mit der Entscheidung der Wahl der heutigen Trainingsgruppe. Hatte ich doch schließlich die Möglichkeit mit einem echten Weltmeister zu trainieren.: Horst Niewrzol ist Weltmeister im Zeitfahren und ein ehemaliger Trainer eines Mitfahrers. Er weilt und trainiert zurzeit auch auf der Insel.

Nach der Einheit auf dem Rad verbrachte ich noch zwei Stunden im Kraftraum und schloss mental meinen ersten Basis-Trainingsblock ab, in dem ich ausschließlich an meiner Grundlage arbeitete. Nach dem morgigen Regenerartionstag geht es dann weiter (Vollgas.;-)).







Wir haben gestern noch etwas vergessen: Die Pampelmusenkrise ist überwunden, weshalb Muro kein zwingendes Tourziel mehr ist. Gestern gab es auf Nachfrage nämlich neben Kuchen und Kaffee auch ein ganzes Tablett voll Apfelsinen für uns. Jetzt können wir dieses Highlight getrost zu den Akten legen.


Beim Abendessen schmiedeten wir gemeinsam Pläne für den anstehenden Regenerationstag, jedoch mit teils sehr unterschiedlichen Tendenzen. Für uns Mädels gibt es morgen nur ein Ziel: Big Shopping in Palma.

Zitate des Tages: 

-"Ich will auch nochmal nach Muro - aber nicht mit einem 35er Schnitt!"
Wir sind alle verloren!!!

-"Ich habe hier mal ein bisschen Chaos in die Ordnung gebracht!"

-"Es gibt nur ein Gas - Vollgas!"

-(es wird wieder mit Google Übersetzter gesprochen, um die Pampelmusenkrise zu beseitigen)

"Okay Google, bitte übersetzten: Letztes Jahr gab es immer Apfelsinen von Ihnen"
 (Antwort Google): Letztes Jahr gab es immer mehr von Ihnen zu sehen!"

Vanessa und Evelyn




Montag, 2. März 2015

Tag 4: "Kurz-Kurz" oder "Wir werden alle verbrennen"

Nach einer kurzen Laufeinheit am Strand zum perfekten Start in den Tag ging es zum Frühstück.


Als wir uns durch Müsli, Pfannkuchen und Obst geschlemmt hatten, machten wir uns erneut auf Nahrungssuche, diesmal um unsere leeren Kühlschränke der Hotelzimmer selbstständig aufzustocken. Nachdem wir das Angebot an Quellwasser, Babypuder und sehr lebendig aussehenden
Fisch ausreichend sondiert hatten, warteten wir in der aufkommenden Hitze des Tages schwer beladen auf unsere Begleiter. Und warteten. Und warteten. Vergebens. Also arbeiteten wir uns erneut durch die Regale des Supermarkts, nur um festzustellen, dass wir offenbar zurückgelassen worden waren. Dieser dezente Versuch, uns in der Orientierungslosigkeit, der Verwirrung und der Hilflosigkeit endlich loszuwerden, scheiterte jedoch kläglich, sodass wir pünktlich zur verabredeten Zeit abfahrbereit waren.


Vanessa:
Heute hatte mein Trainingsplan eigentlich einen Regenerationstag vorgesehen. Doch ich dachte mir: "Zeit die Prinzipien zu brechen". Bei dem super Wetter - "Wir werden alle verbrennen" - brach ich schließlich zu einer Ausfahrt auf. Zunächst für eine Stunde angesetzt (mal eben schnell die Beine locker fahren) wurden es schließlich drei Stunden. An der Küste entlang ging es durch wunderschöne Landstriche. Als ich zu einem kurzen Fotostopp anhielt, stießen plötzlich zwei Radlerkollegen gehüllt in lange Thermokleidung (wohl zum Schutz vor der fiesen UV-Strahlung) aus Bielefeld hinzu, die ebenfalls für Team Specialized unterwegs sind. Da bei uns Dreien heute der Genuss des Wetters und der tollen Landschaft statt der Masse an Kilometern im Vordergrund standen, schlossen wir uns zusammen und fuhren gemeinsam weiter. Nach einer Erfrischung im Hotelpool und einem Abstecher zum Strand endete ein absolut traumhafter Trainingstag.








Evelyn:
Ich konnte es wieder einmal nicht lassen und ließ mich erneut auf die lange Tour ein. Unserer eingespielten Gruppe schlossen sich heute zwei weitere Fahrer an, mit denen wir die Gassen, Landstraßen und Passstraßen des "Orients" unsicher machten und heute einen fantastischen Topradtag erlebten.
Ich habe mich mittlerweile mit dem Versuchsobjekt Rennrad angefreundet und lerne mit jedem Tag mehr die Vorzüge des Fahrens in der Gruppe kennen (Stichwort Windschatten). Die Topmaße des Tages: 280-128-1100, d.h. 280 Minuten Fahrzeit, 128 Kilometer und 1100 Höhenmeter. Läuft bei uns.










Zurück im Hotel legten wir die geforderten Beine hoch und bewunderten die neugewonnene Sommerbräune, allerdings erst nachdem die gewaschenen Trikots (Nein, wir haben nicht alle 11 Trikots dabei) sorgfältigst trockengeföhnt und liebevoll im Zimmer verteilt worden waren.

Die überraschende Sommerhitze überzeugte heute schließlich auch die Vorsichtigsten ("Knielinge bei mir erst ab 20°C") sich ins Sommeroutfit zu wagen. Beim Abendessen zeigte sich schließlich die Wirkung der kurzen Shorts und Trikots ("kurz-kurz") und die völlige überschätze Notwendigkeit von Sonnencreme. 

Zitate des Tages: 

-"Wir werden alle Verbrennen!"

-"Hier auf dieser Insel sieht sowieso alles gleich aus"

-"Da wo heute steht ist heute und da wo morgen steht ist morgen!"

Powersocken für schnelle Beine!





Vanessa und Evelyn 

Sonntag, 1. März 2015

Tag 3: Getrennte Wege

Altlasten und Urlaubsbekanntschaften entsorgen...
Nachdem das gute Essen des vergangenen Abends verdaut und die fragwürdigen Bekanntschaften der letzten Nacht entsorgt worden waren, konnte wir am nächsten Morgen zur gewohnten Tagesordnung übergehen. Am Frühstückstisch wurden die Kohlenhydratspeicher für den vor uns liegenden Trainingstag aufgefüllt und kleine Notfallreserven angelegt, wobei die spanischen Minibananen von uns eher misstrauisch beäugt wurden. Der Hinweis, die Bananen müssten erst 120 Kilometer in der Trikottasche spazieren gefahren werden - damit diese den perfekten Reifegrad und das spezielle Aroma erreichten - wurde von uns selbstverständlich dankend angenommen und sofort umgesetzt.

Als dann die Strecke geplant und die Fahrradcomputer resetet waren, starteten wir um kurz nach zehn in einen warmen und zunehmend sonnigen Radtag. Durch vorgegebene Trainingsbereiche und Pulswerte trennten sich an diesem Punkt unsere Wege.

Evelyn:

Nachdem ich den Tag mit einem Lauf am Strand begonnen und überrascht festgestellt hatte, dass ich vom vergangenen Trainingstag keine Nachwirkungen (in Form von schweren Beinen oder gar Muskelkater) bemerkte, sprach für mich nichts dagegen sich der Gruppe hochmotivierter Fahrer weiterhin anzuschließen.
 Unsere heutige Tour führte uns durch die verwinkelten Gassen eines grünen Tales, vorbei an Schafweiden, Weinbergen und Trockenmauern, über schmale Passstraßen in höhere Gefilde und schließlich erneut nach Muro, wo aufgrund einer aufkommenden Pampelmusenkrise (Wo sind unsere versprochenen Apfelsinen??) nun kein Weg mehr dran vorbeiführte. Nach einer Kaffee- und Kuchenpause am späten Nachmittag ließen wir uns vom Rückenwind nach Hause pusten.  Alles in allem schlugen heute 122 Kilometer Rennrad mit rund 900 Höhenmetern in viereinhalb Stunden zu Buche.
Vorbereitung ist alles!

Vanessa:
Mit dem Trainingsplan und dessen strengen Vorgaben zur Ausrichtung des Trainingslager im Nacken sowie dem eigenen Körpergefühl nach entschied ich, mich heute von der Gruppe auszuklinken (Zitat des Trainers: "Auf einem breiten Grundlagenfundament baut man das größte Haus!"). Da ich in der Nacht die Landkarte unter dem Kopfkissen hatte - das Unterbewusstsein regelt das ja - war ich der festen Überzeugung mich auch in den verwinkeltsten Ecken der Baleareninsel zurechtzufinden. Getreu dem Motto "Das wird schon werden, zurück findet man immer!" ging es los. Wo genau der Trip entlangführte, kann im Nachhinein allerdings nicht mehr vollständig rekonstruiert werden, da die Ortschaften und Straßen doch allesamt schon sehr ähnlich strukturiert sind. Einprägsam war auf jeden Fall, dass mich meine Einheit an Hamburg vorbei über Monte Carlo zurück nach Alcudia brachte.

Ohne Orientierungssinn sieht man mehr von der Welt. Insgesamt kam eine schöne dreistündige Grundlageneinheit zusammen, in der ich rund 70 Kilometer abspulte.

Unsere Wege kreuzten sich am üppigen Büffet zum Abendessen wieder, wo wir schließlich vereint zwischen Pizza, Pasta und Pampelmusen die Erlebnisse des Tages Revue passieren ließen. Neben Radkilometern, Pulswerten und Höhenmetern wurden auch die wichtigen Dinge des Lebens, wie zum Beispiel der Dresscode im Speisesaal, die fragwürdigen Teamtrikots des Nachbartisches oder die Präsentation der neusten Apple Produkte im Familienurlaub thematisiert wurden.


Zitate des Tages:
- " Ich habe 11 Radtrikots dabei.
- Wir sind nur 10 Tage hier?!
- Ja aber wenn wir einen Tag doppelt fahren?!"

- " Ich habe Grundlage, die reicht bis 2028!!! "